Kinderbetreuung

Neue Phase mit weiteren Lockerungen startet

In Niedersachsen sind ab dem 11.05.2020 aufgrund des aktuell stabilen Infektionsgeschehens mit dem Corona-Virus weitere vorsichtige Lockerungen der bisherigen Auflagen und Kontaktbeschränkungen möglich. Die neue „Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie“ basiert auf den Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung sowie die Bund-Länder-Beschlussfassung von letztem Mittwoch. Die gesamte Verordnung finden Sie online hier. https://www.niedersachsen.de/download/155113


Liebe Erziehungsberechtigte,

Schritt für Schritt startet die Kinderbetreuung in Niedersachsen wieder.

Für die Kinder, die von einer Tagesmutter/vater betreut werden, beginnt die Betreuung am 11.05.2020 wieder.

Das Betreiben von Kindertagesstätten ist hingegen bis August 2020 weiterhin untersagt.

Bis dahin findet eine NOTBETREUUNG in den Kindertagesstätten statt. Die Anzahl der Plätze in der Notbetreuung steigt langsam an.

Bis August 2020 stehen dennoch weniger als 50 % der regulären Plätze als Notfallplätze zur Verfügung. Es kann daher sein, dass Sie weiterhin von dem Betreuungsverbot für Kinder betroffen sein werden.

Gebühren für die vertraglich vereinbarte Kinderbetreuung in Kindertagesstätten werden daher derzeit nicht erhoben, wenn Sie keine Notbetreuung nutzen. Informationen hierzu finden Sie unter der Rubrik „Kosten für Kinderbetreuung“.

Die meisten Plätze in der Notbetreuung sind bereits belegt von Eltern, die in systemrelevante Berufe tätig sind. Seit dem 17.04.2020 besteht für weitere Personengruppe die Möglichkeit einen Platz in der Notbetreuung zu beantragen. Ausführung zur Beantragung finden Sie auf dieser Seite.

Durch die Ausweitung der Notbetreuung steigt das Infektionsrisiko. Es kommen mehr Kinder aus unterschiedlichen Familien in einer Gruppe zusammen. Je jünger ihre Kinder sind, umso schwerer ist das Umsetzen von den empfohlenen Hygienerichtlinien in der Kinderbetreuung.

Sollte ein Kind oder ein Familienmitglied des betreuten Kindes mit dem Coronavirus infiziert sein, hat dies auch Auswirkung auf Sie und Ihren Arbeitsplatz. Prüfen Sie daher genaustens, ob Sie die Notbetreuung in Anspruch nehmen müssen.


Alternativen zur Notbetreuung in der Kindertagesstätte:

Betreuung als Nachbarschaftshilfe- ab sofort dürfen Sie eine Betreuung selbst organisieren.

Erlaubt ist die private Betreuung von höchstens fünf Kindern, inkl. der eigenen Kinder.

Die betreuten Kinder dürfen insgesamt aus höchstens drei unterschiedlichen Hausständen stammen.

Bitte informieren Sie sich beim Familien- und Kinderservicebüro, wenn Sie eine private Betreuung planen.

Betreuung der Kinder im eigenen Haushalt- Sie können eine Betreuungskraft auf Minijob-Basis einstellen. Auch hier besteht die Möglichkeit, dass sich bis zu drei Familien zusammentun. Sie können beim Familien- und Kinderservicebüro nachfragen, wenn Sie eine auf Minijob-Basis als private Betreuung planen.

Informationen finden Sie unter: https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_home/node.html

Betreuung durch einen Babysitter- für eine stundenweise Entlastung bitte sich die Betreuung durch einen jugendlichen Babysitter an. Wenden Sie sich an das Familien- und Kinderservicebüro, wenn Sie eine Vermittlung wünschen.

Betriebliche Kinderbetreuung – für ältere Kinder eignet sich z.B. ein Kinderzimmer am Arbeitsplatz.

Informationen zum Thema „Betriebliche Betreuung“ erhalten Sie z.B. bei der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft der Wirtschaftsförderung Wesermarsch. https://www.wesermarsch.de/index.php/koordinierungsstelle-frauen-und-wirtschaft-1379.html

Mögliche Arbeitsmodell, um keine Notbetreuung nutzen zu müssen:

Arbeiten im Homeoffice – klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber ab, ob Sie zu Zeiten arbeiten können, in denen Ihr Kind keine Betreuung durch Sie benötigt. Dies können die frühen Morgenstunden oder frühen Abendstunden sein, wenn Ihr Kind schläft oder wenn Ihr Partner/Ihre Partnerin das Kind betreuen kann.

Arbeiten im Schichtsystem - klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber ab, ob Sie in einem Wechsel-Schichtsystem mit Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin arbeiten können, so dass immer ein/e Erziehungsberechtigte/er die Kinderbetreuung übernehmen kann.

Präsenzpflicht im Unternehmen - klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber ab, ob Sie die Zeit, in der Sie im Unternehmen anwesend sein müssen, reduzieren können und einen Teil der Arbeit im Homeoffice verbringen können.

Sollten alle diese Möglichkeiten nicht zutreffen, können Sie eine

Freistellung für die Kinderbetreuung beantragen.

Für Sorgeberechtigte, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, gibt es einen Entschädigungsanspruch. In das Infektionsschutzgesetz ist auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas zur Eindämmung der gegenwärtigen Pandemie aufgenommen worden. Die neue Vorschrift des § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz gewährt erwerbstätigen Sorgeberechtigten, die ihre Kinder infolge der behördlichen Schließung oder eines Betretungsverbots von Kinderbetreuungseinrichtungen, wie Kita oder Schule, selbst betreuen müssen und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, einen Entschädigungsanspruch. https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Entschaedigung-Eltern/entschaedigung-eltern.html

Sollten Sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben und keine Alternative zur Beantragung der Notbetreuung sehen. Erhalten Sie hier weitere Informationen.

Kindertagesstätten

Leitlinien zur Notbetreuung in Kindertagesstätten in der Gemeinde Ovelgönne. (PDF)

Selbstauskunft Notbetreuung Kindertagesstätten (PDF)

Hier finden Sie Informationen zum Infektionsschutz in Kindertagesstätten (PDF)

Hier finden Sie Informationen zum Hygieneplan in den Kindertagesstätten (PDF)